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Sippenhaft im Irak
26.11.2003









US-Soldaten haben nach Angaben des US-Militärs die Ehefrau und die Tochter von Izzat Ibrahim al-Douri verhaftet, berichtete AP am Mittwoch.

Al-Douri war stellvertretender Vorsitzender des Revolutionären Befehlsrats unter der Regierung Saddam Husseins und wird von den USA bisher vergeblich gesucht. Es ist anzunehmen, daß es ihm schlecht geht, da er schon vor Beginn des Irakkriegs in der Schweiz wegen einer Krebserkrankung behandelt worden ist. Trotzdem war von den USA Ende Oktober behauptet worden, er würde zumindest einen Teil der Angriffe auf die Besatzer organisieren und stände dabei auch in Verbindung mit Organisationen wie Al-Qaida.

Oberstleutnant William MacDonald von der 4th Infantry Division sagte, al-Douris Frau und seine Tochter seien am Dienstag bei einer Razzia in der irakischen Stadt Samarra, 100 Kilometer nördlich Baghdads, verhaftet worden. Außerdem sei ein Mann, der als der Sohn eines Arztes identifiziert wurde, verhaftet worden. Es gab nach MacDonalds Aussage aber keine Hinweise, daß sich al-Douri selbst in der Gegend um Samarra aufhält.

Die Inhaftierung der Frau und der Tochter eines - selbst nur aufgrund einer zweifelhaften Rechtsgrundlage - gesuchten Mannes kann nur als Sippenhaft bezeichnet werden. Die Festnahme eines Mannes aufgrund des Berufs seines Vaters ist hier ein noch deutlicheres Beispiel. Keiner der verhafteten Personen wird etwas vorgeworfen, Grundlage für die Verhaftung ist allein die Verbindung zu Izzat Ibrahim al-Douri.




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