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Antiislamismus
18.11.2003









IslamOnline (IOL) berichtete in einem Artikel vom Montag über eine zunehmende Angst vor dem Islam in Frankreich.

Mawloud Eweniti, Vorsitzender einer Organisation, die sich gegen Rassismus wendet, sagte am Rande des Europäischen Sozialforums in Paris: "Arten von Rassismus gegen Moslems sind seit Januar 2001 bis 2003, eine Zeitspanne, die von einem Bericht der Organisation, der ich vorstehe, abgedeckt wird, eskaliert."

Weiter sagte er gegenüber IOL, daß seine Organisation "seit Januar 2001 600 gegen Moslems gerichtete rassistische Nachrichten erhalten hat, eine Anzahl, die nie zuvor in einem Zweijahreszeitraum erreicht worden ist."

"Rassismus gegen Moslems ist in den meisten französischen Städten anzutreffen. Molotow-Cocktails wurden in einigen Fällen gegen Moscheen eingesetzt, um sie in Brand zu setzen", so Eweniti weiter.

Seiner Ansicht nach verstärkt das von der französischen Regierung verabschiedete Gesetz, das das Tragen von Schleiern an französischen Schulen verbietet, das Problem noch, da hierdurch der Konflikt noch verschärft werde.

Auf einer anderen Veranstaltung sagte der französische Akademiker Fanson Geseir: "Seit drei Jahren erlebt Frankreich eine steigende Welle verschiedener Arten der Islamophobie."

Er belegte dies anhand des Wandels von rassistischen Beleidigungen.In den 60er und 70er Jahren gehörten hierzu "ekliger Ausländer", was sich zu "ekliger Araber" oder "ekliger Marokkaner" entwickelte. Heute ist die Beleidigung "ekliger Moslem" weiter verbreitet, so Geseir.

Der ebenfalls anwesende Tareq Ramadan wies Antisemitismus-Vorwürfe zurück. "Das Kritisieren Israels in der Öffentlichkeit hat ebenso wenig mit Antisemitismus zu tun wie das Kritisieren Saudi-Arabiens mit antiislamischen Entwicklungen zu tun hat." Seine Teilnahme an der Konferenz hatte im Vorfeld zu Diskussionen geführt, da er französischen Intellektuellen jüdischen Glaubens vorgeworfen hatte, vorrangig die eigenen Interessen durchsetzen zu wollen.

Grund für den wachsenden Antiislamismus dürfte nicht zuletzt das recht eindeutige Feindbild der USA sein, das gerade in der Anfangszeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 von fast allen Medien kritiklos übernommen worden ist.




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