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Hamas: kein neuer Waffenstillstand
03.11.2003









In einem Interview sagte der Hamas-Sprecher Abd al-Aziz al-Rantisi am Montag gegenüber Al-Jazeera, daß die Organisation Pläne für einen neuen einseitigen Waffenstillstand ablehnt.

Al-Rantisi, der sich seit den israelischen Anschlägen auf Führungspersonen von Organisationen wie Hamas im Untergrund aufhält und öffentlich praktisch nicht mehr in Erscheinung tritt hat für das Interview seine Deckung verlassen, um Stellung zu den Anstrengungen des palästinensischen Premierministers Ahmed Quraya zu nehmen, einen neuen einseitigen Waffenstillstand auszurufen.

Eine vollständige Einstellung der Angriffe auf israelische Ziele schloß al-Rantisi aus und bezeichnete nur eine Beschränkung auf militärische Ziele als möglich, sofern Israel ebenfalls keine weiteren Anschläge auf Zivilisten verüben würde.

"Das Thema, über das sich [mit den palästinensischen Behörden] unterhalten werden kann, ist die Fortsetzung des Widerstands gegen die [israelische] Besatzung, während aber zivile Opfer vermieden würden", so al-Rantisi.

"Widerstand ist ein legitimes palästinensisches Recht, da wir uns unter Besatzung befinden", sagte er weiter.

Nachdem während des letzten einseitig von den palästinensischen Organisationen Hamas, Islamischer Jihad und Fatah hatte Israel weiterhin Anschläge auf Mitglieder der Organisationen verübt, bei denen eine Reihe von ihnen und ebenfalls eine ganze Reihe Zivilisten getötet worden waren. Außerdem war Israel den Forderungen, die sich größtenteils auf den "Friedensfahrplan" stützten, nicht oder nur sehr zögerlich und unvollständig nachgekommen.

Hamas hat nun offenbar das Vertrauen in die israelische Seite verloren und ist nicht mehr bereit, für einen Friedensprozeß den ersten Schritt zu machen. Damit hätten die israelischen Anschläge noch wesentlich weitreichendere Konsequenzen für die israelische Sicherheit als nur die durch sie ausgelösten Racheanschläge.




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