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Israel hat "verbotene Waffe" eingesetzt
21.11.2003









Bei dem israelischen Raketenangriff auf ein Fahrzeug im Flüchtlingslager Nusseirat im Gaza-Streifen am 19. Oktober, bei dem nach palästinensischen Angaben mindestens 12 Menschen getötet und über 100 verletzt worden sind, wurden vom israelischen Militär andere Waffen eingesetzt, als dies bisher offiziell behauptet worden war, berichtete die israelische Haaretz am Donnerstag.

Am Mittwoch hatte die israelische Armee zugegeben, daß die ursprüngliche Aussage, daß das Fahrzeug mit Hellfire-Raketen angegriffen worden war, nicht der Wahrheit entsprach. Stattdessen seien andere, allerdings nicht genannte Waffen zum Einsatz gekommen. Zu derartigen Lügen sei es schon häufiger aus "Sicherheitsgründen" gekommen.

Yossi Sarid, ein Mitglied des israelischen Parlaments für die Oppositionspartei Meretz hat in den vergangenen Tagen auf eine Klärung dieser Umstände gedrängt, nachdem er von unabhängiger Seite Informationen darüber erhalten hatte. Daraufhin sollten ihm von Generalmajor Dan Halutz und Generalmajor Yisrael Ziv genaue Informationen über den Angriff zur Verfügung gestellt werden, die ihn davon überzeugen sollten, daß die Art der eingesetzten Waffen keinen Unterschied bei der Zahl der zivilen Opfer machte.

Nach dem Treffen hatte Sarid sich allerdings nicht überzeugt gezeigt und angekündigt, die Angelegenheit weiter untersuchen zu wollen.

Nach Aussage des Militärs ist es notwendig, die Informationen über das Waffensystem geheimzuhalten. Dies ist allerdings zu bezweifeln. Da bei den "gezielten Tötungen" Israels zumeist Menschen angegriffen werden wenn sie sich in PKWs befinden, macht es sicherlich keinerlei Unterschied, ob diese Kenntnise über die eingesetzten Waffen haben, da sie weder gepanzerte Fahrzeuge besitzen noch es funktionsfähige Abwehrmaßnahmen ähnlich denen bei Flugzeugen eingesetzten auch für Fahrzeuge gibt.

Ahmad al-Tibi, ein weiteres Oppositionsmitglied der Knesset, sagte einem Bericht des Australian zufolge, daß Israel bei dem Angriff eine "geheime verbotene Waffe" eingesetzt habe. Auch bestritt er, daß die Waffen von Hubschraubern abgeschossen worden sind.

Sarid sagte nach dem Treffen mit den Militärs, daß die Armee "starke Waffen mit einem ungewöhnlich großen Wirkungskreis" eingesetzt hat. Außerdem ist jetzt seiner Aussage nach klar, daß die Zahl der getöteten Zivilisten größer ist, als bisher von Israel zugegeben.




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