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Nachrichten, die man nicht überall findet.




Drohungen und selektive Wahrnehmung
10.11.2003









Während die Entwicklung, die amerikanische Soldaten immer weiter in den Sumpf nicht zu rechtfertigender Gewaltanwendung treibt, immer schneller voranschreitet, sind die "westlichen" Medien anscheinend nicht in der Lage hierüber zu berichten.

Wie AP am Montag meldete, hat der Oberkommandierende im Mittleren Osten, US-General John Abizaid, bei einem Treffen mit irakischen Stammes- und politischen Führern in der Stadt Ramadi eine klare Drohung ausgesprochen, sollten die Angriffe gegen US-Soldaten fortgesetzt werden. "Wir haben die Fähigkeiten und die Ausrüstung" hat er dem Bürgermeister der Stadt Fallujah, Taha Bedawi, zufolge gesagt.

Berichte, die seit mehreren Tagen in Nachrichtenagenturen kurz erwähnt werden und von schweren Explosionen in Baghdad sprechen, finden in den Medien allerdings praktisch keinerlei Beachtung. Daher werden auch keine Anstrengungen unternommen, den Zielen der Explosionen nachzugehen oder festzustellen, ob es dabei zu Opfern oder Sachschäden gekommen ist.

In diesem Zusammenhang fällt auch auf, daß sich zunehmend die Bezeichnung der irakischen Widerstandskämpfer als "Freischärler" oder "Rebellen" in der deutschen Berichterstattung durchzusetzen scheint. Damit sind deutsche Medien den amerikanischen dicht auf den Fersen wenn es darum geht, neue Formulierungen für die Iraker, die gegen die US-Besatzer kämpfen, zu finden.

Zeugenberichten zufolge ereigneten sich in den vergangenen Nächten in Baghdad schwere Explosionen. Der Gegend der Explosionen nach könnten sie auf dem Gelände des US-Hauptquartiers erfolgt sein, das US-Militär schweigt aber zu den Vorfällen.




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