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Bomben gegen "Terroristen"
08.11.2003









Die Reaktion der US-Armee auf einen weiteren Abschuß eines amerikanischen Hubschraubers vom Typ Black Hawk, bei dem alle 6 an Bord befindlichen US-Soldaten getötet worden waren, war einer Reuters-Meldung vom Samstag zufolge unter anderem die Bombardierung der Gegend, in der es zu dem Abschuß gekommen war.

Nach Einbruch der Nacht hatten F-16 Kampfflugzeuge mehrere 500-Pfund Bomben in der Nähe der Absturzstelle des Hubschraubers in der Stadt Tikrit abgeworfen.

Danach führten Bodentruppen Suchaktionen durch. Hierbei wurden mehrere verlassene Häuser zerstört, von denen das US-Militär "annahm", daß sie von Widerstandskämpfern benutzt wurden.

16 Menschen sind nach Angaben des US-Militärs in den vergangenen 24 Stunden im Rahmen der Aktion festgenommen und 5 getötet worden. Drei von ihnen sind zumindest der Reuters-Meldung zufolge alles andere als zwingend Mitglieder des irakischen Widerstands gewesen. Sie "wurden erschossen, als US-Soldaten auf eine Position vorstießen, von der aus Iraker Raketen abgeschossen hatten."

Angesichts der unklaren Formulierung, die wiederum auf Berichten des UL-Militärs beruht, dürfte es wahrscheinlicher sein, daß es sich bei den Getöteten um unschuldige Zivilisten handelt.

Auch die Bombardierung aus der Luft und die Sprengung der Häuser kann nur als Kriegsverbrechen bezeichnet werden, da es sich hierbei um eine gemäß den Genfer Konventionen "illegale Kollektivbestrafung" handelt.

Darüberhinaus dürfte gerade die Bombardierung aus der Luft kaum den gewünschten Erfolg bringen, da die Wahrscheinlichkeit, daß hierbei die Angreifer getötet werden, minimal sein dürfte. Viel wahrscheinlicher wird sie dem irakischen Widerstand weiteren Zulauf bescheren.




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