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USA brechen weiteren Vertrag
23.11.2003









Wie der britische Independent am Sonntag berichtete, sind die USA dabei, einen weiteren internationalen Vertrag zu brechen, um die einheimische Wirtschaft zu schützen.

Das im Jahr 1987 verabschiedete Protokoll von Montreal war international vereinbart worden, nachdem Wissenschaftler entdeckt hatten, daß die Ozonschicht der Erde, die die Erdoberfläche vor gefährlicher ultravioletter Strahlung der Sonne schützt, zurückgeht. Damals hatten gerade die USA unter Führung des damaligen Präsidenten Ronald Reagan auf eine Unterzeichnung gedrängt. George Bush, der Vater des heutigen US-Präsidenten George W. Bush, war damals Vizepräsident.

Damals wurde vereinbart, den Einsatz aller Chemikalien, die zum Abbau der Ozonschicht führen, einzustellen. Methylbromid ist eine der letzten Chemikalien, deren Einstellung der Verwendung noch nicht abgeschlossen ist. Dies soll dem Vertrag zufolge bis zum Ende nächsten Jahres geschehen. Während einige andere Länder um eine - vertragsgemäße - Gnadenfrist von einem Jahr gebeten haben, lehnen die USA nicht nur die Einstellung ab, sondern fordern sogar das Recht, die eingesetzte Menge unbegrenzt zu vergrößern.

Dies geschieht offenbar auf Druck von Erdbeer- und Tomatenzüchtern, die den außerdem krebserregenden Stoff als Pflanzenschutzmittel einsetzen, in den für die nächsten Präsidentschaftswahlen als kritisch angesehenen US-Bundesstaaten California und Florida.

Durch dieses erneute Ignorieren eines von den USA unterzeichneten internationalen Vertrags stellt sich verstärkt die Frage, ob die Vereinigten Staaten noch als vertrauenswürdiger Vertragspartner anzusehen sind.




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