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Waffenbesitzgesetz mal anders
25.11.2003









Es gibt in den USA eine ganze Reihe von Organisationen, die sich für eine strenge Reglementierung des Waffenbesitzes durch den Staat einsetzen.

Wie der britische Independent am Dienstag berichtete, hat nun Geuda Springs, ein kleiner Ort im US-Bundesstaat Kansas eine Verordnung zum Waffenbesitz erlassen, die den Zielen dieser Organisationen kaum entgegengesetzter sein könnte.

Der Stadtrat des Ortes hat kürzlich beschlossen, daß jeder Haushalt in dem Ort Waffen und einen Vorrat an Munition besitzen muß. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur für arme Familien, Behinderte und Personen, die Schußwaffen aus Gewissensgründen ablehnen.

Für alle anderen wurde eine Geldstrafe für den Fall der Nichtbeachtung in Höhe von 10 US-Dollar festgesetzt. Da der Ort nur 210 Einwohner hat, war man der Ansicht, daß es nicht möglich ist, eine eigene Polizei aufzustellen.

John Brewer, einer der Stadträte, sagte: "Diese Anordnung erfüllt die Schutzpflicht, indem sie es jedem Haushaltsvorstand erlaubt, für seinen oder ihren Schutz zu sorgen. Dies benutzt nur die US-Verfassung - insbesondere den zweiten Verfassungszusatz - zum Vorteil der Stadt [sic] Geuda Springs."

Der Sheriff des Landkreises, Gerald Gilkey, der zusammen mit seinen Beamten auch für Geuda Springs zuständig ist, zeigte sich wenig erfreut über die Verordnung, da sie seiner Ansicht nach die Sicherheit seiner Beamten gefährdet.

Da die Verordnung noch nicht offiziell veröffentlicht worden ist, ist sie noch nicht rechtskräftig. Aus diesem Grund will der ortsansässige Anwalt Thomas Herlocker, den Stadtrat bei seiner nächsten Versammlung am 1. Dezember auffordern, die Verordnung zurückzuziehen.

Vor drei Jahren hatte der ebenfalls kleine Ort Virgin im US-Bundesstaat Utah ein ähnliches Gesetz, das aber kurze Zeit später zurückgezogen wurde.




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