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Polizist gegen Polizist
09.10.2003









Wie AFP am Donnerstag berichtete, sind in Griechenland friedlich demonstrierende Polizisten von Kollegen mit Tränengas angegriffen worden.

Ungefähr 200 uniformierte Polizisten und Mitglieder der Küstenwache hatten in der Nacht zum Donnerstag den Eingang zum griechischen Wirtschaftsministerium in Athen durch einen Sitzstreik blockiert, um für höhere Bezahlung zu demonstrieren.

"Wir haben nur ein friedliches Sit-In abgehalten, jeder konnte das Ministerium verlassen und betreten", sagte Dimitris Kyriazidis, ein Funktionär der Polizeigewerkschaft, gegenüber AFP.

Als sie es weiterhin ablehnten, sich zu bewegen, nachdem Polizeichefs ihnen gesagt hatten, daß die Aktion gemäß einer polizeilichen Anordnung vom Mittwoch, die Demonstrationen vor öffentlichen Gebäuden und Ministerien in Athen untersagt, verboten sei, wurden sie mit Tränengas beschossen.

"So viel Tränengas wurde nicht einmal gegen die Anarchisten in Saloniki eingesetzt", sagte einer der Demonstranten, Argyris Kokkaras, und bezog sich damit auf die Zusammenstöße von Polizei und Demonstranten bei dem Treffen der Europäischen Union im Juni in der Stadt.

"Keine Bange, von jetzt an werdet ihr euch an das Tränengas gewöhnen", sagte Antonis Skyllakos, ein weiterer aufgebrachter Polizist, der gekommen war, um seinen Kollegen beizustehen.

Offiziell wurden zwar keine Verletzten genannt, mehrere der angegriffenen Polizisten sind aber aufgrund des Tränengases zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Ursprünglich sollten die am Mittwoch begonnenen Demonstrationen drei Tage lang andauern. "Wir wissen nicht, was wir jetzt machen, nachdem die Polizei die Demonstrationen verboten hat", so Kyriazidis.

Der Vorfall ist sicherlich kein Grund für Schadenfreude, zeigt er doch ein weiteres Mal die zunehmende Bereitschaft der Polizei, gewaltsam gegen Demonstranten vorzugehen.




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