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Die Spielzeuge der CIA
30.10.2003









Reuters berichtete am Dienstag von einem Besuch einer nichtöffentlichen Ausstellung der CIA im CIA-Hauptquartier in Langley im US-Bundesstaat Virginia anläßlich des 40-jährigen Bestehens der Abteilung für Wissenschaft und Technik.

In den 70er Jahren hatte die CIA eine Miniaturabhöreinrichtung entwickelt und war auf der Suche nach einer ebenso kleinen und unauffälligen Möglichkeit, sie ans Ziel zu transportieren. Die erste Idee, eine Hummel zu konstruieren, wurde wieder fallengelassen, da der Flug nicht zu kontrollieren war.

Schließlich kam man auf die Idee, eine mechanische Libelle zu konstruieren. Ein hiervon gebauter Prototyp vollführte der Museumsdirektorin Toni Hiley zufolge den ersten Flug einer insektengroßen Maschine.

Gesteuert wurde die Libelle mittels eines Laserstrahls und zum Antrieb des Miniaturmotors wurde flüssiger Treibstoff verwendet.

Ein leichter Wind sorgte allerdings schon dafür, daß die Entwickler die Kontrolle über die Libelle verloren, so daß auch diese Entwicklung aufgegeben wurde. "Man beobachtet sie in der Natur, sie nehmen eine Brise und reiten mit ihr. Wir brauchten sie natürlich um zu einem Ziel zu fliegen. Also wurden sie niemals eingesetzt, aber dies ist ein einzigartiges Stück", so Hiley.

Ein weiteres Ausstellungsstück ist ein 60 Zentimeter langer Roboter-Katzenwels namens Charlie. Mit einer Außenhaut aus Gummi war "Charlie" in der Lage, unverdächtig zwischen anderen Fischen zu schwimmen.

"Charlies Auftrag unterliegt immer noch der Geheimhaltung, wir können nicht darüber reden. Alles, was wir sagen können ist, daß er unsere Arbeit zu Unterwasserrobotiktechnologie ist", so Hiley.

Das erstaunlichste an beiden Ausstellungsstücken ist sicherlich ihr Alter von 20 Jahren.

Donald Kerr, ein stellvertretender Abteilungsleiter der CIA für Wissenschaft und Technik sagte, daß die Geschwindigkeit der Entwicklungen seit der Gründung der Abteilung im Jahr 1963 stark zugenommen hat.

"Man schaut sich die Zahl der Dinge an, die wir machen, in einer Woche, einem Jahr, es ist wirklich ziemlich erstaunlich", sagte er.

Da kaum davon auszugehen ist, daß die Forscher der CIA ihren Wissensvorsprung verloren haben, liefert der Bericht über die Ausstellung zumindest auch eine Vorstellung über die aktuellen Möglichkeiten der CIA.

Inwieweit dieser Eindruck wiederum beabsichtigt ist, wird wohl frühestens in 20 Jahren bekannt werden.




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