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Friedensabkommen für Israel und Palästina?
13.10.2003









Wie die BBC am Montag berichtete, steht ein neues Friedensabkommen zwischen Palästina und Israel offenbar kurz vor der Unterzeichnung.

Einer Gruppe israelischer und palästinensischer Politiker, Menschenrechtsaktivisten und Intellektuellen ist es nach eigenen Angaben bei einer letzten Verhandlungsrunde am Wochenende in Jordanien gelungen, ein Abkommen zu entwickeln, daß eine Ende des Konflikts bedeuten könnte.

Allerdings ist dies kaum mehr als eine Hoffnung, da die Verhandlungsteilnehmer nicht Mitglieder der jeweiligen Regierungen sind. Nach Aussage der Gruppe zielt das Abkommen vorrangig darauf ab, das Interesse und die Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen, hat also eher symbolischen Charakter

Während der palästinensische Präsident Yasser Arafat hinter den palästinensischen Unterhändlern stehen soll, zeigte sich der israelische Premierminister Ariel Sharon bereits wütend über die Verhandlungen. Er beschuldigte die israelische Linke, die Regierung stürzen zu wollen.

Der Inhalt des Abkommens ist zwar bisher nicht veröffentlicht worden, Quellen zufolge enthält es allerdings einen Passus, in dem die Palästinenser auf das Recht der Rückkehr für Flüchtlinge verzichtet. Im Gegenzug würde der Tempelberg in Jerusalem komplett an Palästina fallen.

Inwieweit ein derartiges Abkommen tatsächlich von den Bevölkerungen der beiden Staaten angenommen werden würde, ist schwer zu sagen. Das Recht auf Rückkehr ist für die palästinensischen Flüchtlinge immer eine sehr zentrale Frage, ungeachtet, ob sie es wahrnehmen wollen oder nicht. Ebenso scheint es unwahrscheinlich, daß jüdische Gläubige bereit wären, endgültig auf den heiligen Tempelberg zu verzichten.

Andererseits steigt mit jedem palästinensischen Anschlag und jedem israelischen Angriff auf Zivilisten der Leidensdruck auf die Bevölkerungen. Die Frage ist allerdings, ob dies zu einem Abkommen oder eher zu immer größer werdendem Haß führt.

Sharons Reaktion zeigt zumindest, daß derartige Schritte mit der von ihm geführten Regierung kaum möglich sein dürften.




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