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US-Militär prüft Strafe wegen Heirat
05.10.2003









Eine AP-Meldung vom Freitag ruft Assoziationen mit dem Mittelalter hervor. Derzeit werden zwei Fälle von US-Soldaten untersucht, weil diese entgegen Befehlen ihrer kommandierenden Offiziere irakische Frauen geheiratet haben.

Der 27-jährige Unteroffizier Sean Blackwell und der 37 Jahre alte Korporal Brett Dagen hatten in einer Doppelhochzeit zwei irakische Medizinerinnen geheiratet, obwohl ihnen dies von dem Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Thad Hill, und einem Oberstabsfeldwebel untersagt worden war.

In einem Brief an seine Mutter Vickie McKee schrieb Blackwells Frau, die aufgrund von antiamerikanischen Drohungen anonym bleiben möchte, daß dem Soldaten seit der Hochzeit am 17. August der Kontakt zu seiner Frau verwehrt wurde.

Nach McKees Aussage ist den Soldaten seit der Hochzeit die Benutzung vom Emails verboten worden und zeitweilig wurde ihnen außerdem verboten, Zuhause anzurufen.

Dagens Mutter, Laverne Warren, sagte, daß auch ihrem Sohn der Kontakt zu seiner Frau verboten wurde.

Beide Männer - ursprünglich Christen - waren vor der Heirat zum Islam übergetreten. Der Islam verbietet die Hochzeit mit Nichtmoslems.

Ein Sprecher der US-Army im Pentagon verwies Anfragen an das US-Militär im Irak, daß keinen Kommentar abgeben wollte.

Blackwell, der über den Umweg seiner Mutter auch einen Brief an den US-Kongreßabgeordneten Jeff Miller geschickt hat, schrieb in diesem, daß ihm das Büro des Army Inspector Generals (Generalinspekteur) mitgeteilt habe, daß er zwar nicht für die Heirat, wohl aber für die Mißachtung des Befehls bestraft werden könne.

Faktisch kann er also sehr wohl bestraft werden, weil er der - offensichtlich falschen - Ansicht war, daß er selbst entscheiden könnte, wen er heiraten will.




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