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Israelischer Offizier angeklagt
03.10.2003









Wie AP am Freitag berichtete, ist ein israelischer Offizier angeklagt worden, weil durch seine Befehle 4 Palästinenser, darunter 3 Kinder, getötet worden sind.

Der Anklageschrift zufolge passierte der Vorfall im Juni 2002 in der Stadt Jenin. Der Leutnant hatte den Besatzungen von drei Panzern befohlen, mit Maschinengewehren zu schießen und Granaten abzufeuern, um Palästinenser nach der Ausgangssperre von den Straßen zu vertreiben.

Dadurch wurden zwei Jungen im Alter von 5 und 13 Jahren, ein 6 Jahre altes Mädchen und ein 53-jähriger Mann getötet. Fünf weitere Menschen, unter ihnen drei Kinder, wurden außerdem verletzt.

Die Anklageschrift beschuldigt den Soldaten des Totschlags und der schweren Körperverletzung. In den veröffentlichten Dokumenten wurde der Name des Soldaten geschwärzt.

Der Anklageschrift zufolge waren über 10 Granaten von den Panzern auf von dem Soldaten ausgewählte Ziele abgefeuert worden.

Dies ist zwar nur ein Vorfall einer langen Reihe von Menschenrechtsverletzungen durch israelische Soldaten, daß es zumindest in diesem Fall zu einer Anklage kommt, läßt aber zumindest hoffen, daß Israel hiervor nicht komplett die Augen verschließt. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie das Verfahren endet.




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