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Japan erwägt Freigeld
06.10.2003









Einem Forbes-Bericht vom Montag unter Berufung auf die japanische Zeitschrift Shukan Gendai zufolge erwägt Japan die Einführung von Freigeld um so die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen.

Die Planungen sehen eine Besteuerung aller Geldreserven, gleichgültig, ob als Bargeld oder auf Bankkonten, von jährlich 3 bis 5 Prozent vor. Dies würde das "Zurückhalten" von Geld aus dem Wirtschaftskreislauf bestrafen und so - wenn eine Kapitalflucht ins Ausland verhindert werden kann - aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer starken Ankurbelung der Wirtschaft und zu einem Ende der Deflation in Japan führen.

Dem Bericht nach soll dieser Schritt im April nächsten Jahres vollzogen werden. Zum gleichen Zeitpunkt sollen die bestehenden Geldscheine durch neue, schwer zu fälschende, ersetzt werden. Im Zuge des Umtauschs soll die Steuer auf Bargeld erhoben werden.

Dies wäre das bisher mit Abstand größte Freigeld-Experiment in der Geschichte. Der Erfolg dürfte zum großen Teil davon abhängen, daß es gelingt, die Abwanderung von Geldern ins Ausland zu verhindern und daß ein Weg gefunden wird, die Steuer auch auf Bargeldbestände regelmäßig zu erheben.




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