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USA lügen weiter
07.10.2003









"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht." Diese Volksweisheit hat sich die US-Regierung offenbar zu Herzen genommen und daraus den Schluß gezogen, daß sie es gar nicht mehr zu versuchen braucht, die Wahrheit zu sagen.

Tatsächlich wäre es mittlerweile schon fast verwirrend, wenn sich eine Äußerung des Weißen Hauses später als wahr herausstellen sollte.

Aber diese Gefahr ist ein weiteres Mal abgewendet worden.

Wie der britische Guardian am Dienstag berichtete, ist das im Kühlschrank eines irakischen Wissenschaftlers gefundene Reagenzröhrchen mit Botulinum 10 Jahre alt und kann damit kaum als ein Hinweis auf ein Programm zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen bezeichnet werden.

Zwei Jahre, nachdem der Wissenschaftler das Röhrchen - wie er sagt auf Anweisung in seinem privaten Kühlschrank versteckt hat, hat die irakische Regierung gegenüber UN-Inspektoren zugegeben, die Entwicklung von biologischen Waffen verfolgt zu haben.

Darüber hinaus wurden keine Informationen gegeben, ob das Röhrchen das Gift selbst oder die Botulinum-Bakterien enthielt, die Bakterien dürften nach dieser Zeit bereits abgestorben sein. Außerdem handelte es sich bei dem Fund um den B-Stamm und nicht den wesentlich gefährlicheren A-Stamm.

Dies ist aber offensichtlich nur eine der in dem Zwischenbericht der amerikanischen Experten unter David Kay, die Massenvernichtungswaffen im Irak finden sollen, gemachten Auslassungen und Lügen.

Den Mitgliedern der Expertengruppe selbst ist bisher der Zugang zu dem Bericht verwehrt worden.

Der Eindruck, daß der Bericht nachträglich manipuliert worden ist, wird durch die privat gemachte Aussage Kays, daß die Veröffentlichung des Berichts um zwei Wochen verzögert worden ist, weil die CIA in dieser Zeit an dem Bericht gearbeitet hat, noch verstärkt.

Es ist kaum anzunehmen, daß die CIA in den zwei Wochen nur Rechtschreibfehler korrigiert hat und die Experten jetzt vor der peinlichen Erkenntnis ihrer mangelnden Rechtschreibkenntnisse bewahrt werden sollen.




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