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USA wollen gegen al-Sadr vorgehen
16.10.2003









Pentagon-Beamte haben angekündigt, daß die USA in den nächsten Tagen gegen den shiitischen Geistlichen Muqtada al-Sadr vorgehen werden, berichtete AP am Donnerstag.

Zwar ist man sich noch nicht über die zu ergreifenden Schritte im klaren, offenbar wird aber eine Verhaftung al-Sadrs in Betracht gezogen.

Al-Sadr hatte vergangene Woche erklärt, ein Schattenkabinett gegründet zu haben. Dies und mehrere bewaffnete Zwischenfälle mit der von ihm gegründeten Mahdi-Armee in den vergangenen Tagen, bei denen es zu Kämpfen sowohl mit US-Soldaten als auch mit Milizen eines anderen shiitischen Geistlichen in Kerbala gekommen ist, dürfte der Grund für den amerikanischen Entschluß sein.

Dem Pentagon scheint durchaus bewußt zu sein, daß ein Vorgehen gegen al-Sadr aufgrund seiner Unterstützung in der Bevölkerung problematisch sein könnte. Im Juli hatte allein die Umstellung seines Hauses zu Demonstrationen von über 10.000 Irakern geführt.

Es scheint, als würde es sich bei den Vorfällen um gezielte Provokationen al-Sadrs handeln, da er anscheinend glaubt, in der Zwischenzeit genügend Stärke für eine Konfrontation mit den Amerikanern aufgebaut zu haben.

Ein Vorstoß durch US-Soldaten in den nächsten Tagen dürfte sehr wahrscheinlich sein, da ein weiteres Stillhalten von Seiten der USA immer mehr als Zeichen von Schwäche ausgelegt werden dürfte.




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