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Owner of a lonely heart
10.10.2003









Seit Jahrhunderten wird von Sängern über den Schmerz einer zurückgewiesenen Liebe gesungen. Ein in der Ausgabe vom 10. Oktober 2003 der Zeitschrift Science veröffentlichter Artikel bestätigt, wie zutreffend hierbei die Bezeichnung "Schmerz" ist.

Eine Studie von Wissenschaftlern von der University of California in Los Angeles in den USA zeigte, daß durch das Gefühl sozialer Zurückweisung der gleiche Bereich im menschlichen Gehirn angesprochen wird, wie beim Empfinden von tatsächlichen Schmerzen.

Naomi I. Eisenberger und ihre Kollegen hatten ein Computerspiel entwickelt, bei dem die Testperson glaubte, mit zwei weiteren Personen zu spielen. An einem Punkt in dem Spiel begannen diese Mitspieler aber, die Testperson zu ignorieren, so daß die Person glaubte, von den anderen mutwillig vom Spiel ausgeschlossen zu werden. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich aufgrund des Schocks und der Verzweiflung angesichts der Zurückweisung Aktivität im präfrontalen Cortex, dem Gehirnteil, in dem auch Schmerzen registriert werden.

Eisenberger vermutet, daß diese Verknüpfung als ein Verteidigungsmechanismus in Menschen entstanden ist. "Weil wir eine so lange Zeit als Säuglinge durchlaufen und jemanden brauchen, der sich um uns kümmert, ist es wirklich wichtig, daß wir nahe bei der sozialen Gruppe bleiben. Wenn nicht, werden wir nicht überleben. Die Hypothese ist, daß das soziale Bindungssystem sicherstellt, daß wir uns nicht zu weit von der Gruppe entfernen, indem es das Schmerzzentrum nutzt, um unserer Art das Überleben zu sichern."

"Wenn es weh tut, wenn wir uns von anderen Menschen trennen, dann wird uns das daran hindern, uns zu weit von der sozialen Gruppe zu entfernen", so Eisenberger.




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