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USA lassen Taliban-Minister frei
25.10.2003









Wie AP am Samstag berichtete, haben die USA den früheren Außenminister des durch den Angriff auf Afghanistan gestürzten Taliban-Regierung, Abdul Wakil Mutawakil, vor 10 Tagen freigelassen.

Nach Aussage des Sprechers des Gouverneurs der Provinz Kandahar, Khalid Pashtun, hält sich Mutawakil derzeit in seinem Haus in der Stadt Kandahar auf.

Damit wurden schon länger in Umlauf befindliche Gerüchte, die von seiner Freilassung sprachen, nun offiziell bestätigt.

Mutawakil, der als "gemäßigter" Taliban bezeichnet wird, soll es Pashtun zufolge möglich sein, an den für das nächste Jahr vorgesehenen landesweiten Wahlen teilzunehmen.

"Wir haben andere Taliban, die ebenfalls freigelassen worden sind, eingeladen, zusammenzukommen und am Wiederaufbau und der Sanierung des Landes teilzunehmen", so Pashtun weiter.

Die Freilassung Mutawakils scheint ein weiterer Schritt der USA auf die Taliban zu zu sein. Die Freilassung eines wichtigen Mitglieds der Taliban-Regierung, deren Verhalten offiziell der Grund für den Angriffskrieg gegen das Land war, scheint gerade angesichts der andauernden Inhaftierung Tausender Menschen in Afghanistan, in Guantanamo Bay auf Kuba und weiteren Orten kaum durch die plötzliche amerikanische Erkenntnis ausgelöst worden sein zu können, daß Mutakawil unschuldig ist.

Wesentlich wahrscheinlicher dürfte sein, daß es sich um ein erstes Friedensangebot der USA an die Taliban handelt. Gerade im Hinblick auf das Wiedererstarken der Taliban in Afghanistan mit häufigen Angriffen, teilweise mit Hunderten von Kämpfern, auf afghanische und amerikanische Soldaten und Berichten, denen zufolge die USA sich auf einem Annäherungskurs an die Taliban befinden, scheint diese Deutung zumindest wesentlich schlüssiger.




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