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Opiumproduktion in Afghanistan steigt wieder stark an






Der Anbau von Mohn und damit die Opiumproduktion erreicht in Afghanistan trotz eines Verbots durch den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai neue Spitzenwerte. Afghanistan wird dieses Jahr dank einer Rekordernte vermutlich über 4000 Tonnen Opium produzieren.

Seit dem Sturz der Taliban durch die USA wird auf immer mehr Feldern in Afghanistan Mohn statt anderer Pflanzen angebaut. Die Bauern sehen keine andere Möglichkeit, ihre Familien zu ernähren.

Mohammed Din sagt, er bekommt für ein Bushel (amerikanisches Getreidemaß, 35,24 Liter) Weizen 50 US-Cents, die Produktion koste ihn aber aufgrund der aufwendigen Bewässerung 1,10 US-Dollar. Würde er keinen Mohn anbauen, müsste er nach seiner Aussage betteln gehen.

Selbst in Gebieten, die früher nicht zum Mohnanbau genutzt wurden, wird er jetzt angebaut. Fast 80 Prozent der Bamiyan-Provinz und fast ebenso viel der Ghor-Provinz werden jetzt laut Nasir Ahmed von der UN-Drogenbehörde bauen jetzt Mohn an.

Arbeiter auf Mohnfeldern erhalten 1,50 US-Dollar am Tag für das Sammeln des Mohnsaftes, für die Weizenernte bekommen Arbeiter 2 US-Dollar im Monat.

Letztes Jahr gab es zwar eine Aktion der internationalen Gemeinschaft, in der jedem Bauern 350 US-Dollar gezahlt wurden, wenn er sich verpflichtete, keinen Mohn anzubauen. Bauern, die sich hiermit einverstanden erklärten, erhielten einen Scheck. Da es dort keine Banken gibt, war der Scheck "nur ein wertloses Stück Papier", so Shafi Ullah, der Drogenbeamte der Bezirksregierung von Kandahar.

In den letzten Jahren der Herrschaft der Taliban war die Opiumproduktion in Afghanistan praktisch zum Erliegen gekommen, da die Taliban ihr Verbot für die Produktion von Opium streng durchsetzten.

1979 hatte US-Präsident Carter die CIA angewiesen, fundamentalistische Terroristen durch Militärhilfe und Ausbildung zu unterstützen, um die Regierung des sozialistischen Präsidenten Tarakis zu stürzen. Auch Taraki hatte begonnen, die Opiumproduktion zu beenden.

Taraki bat die Sowjetunion um Hilfe im Kampf gegen die Terroristen, was für die USA wiederum ein Grund war, ihr Engagement in Afghanistan zu vergrößern.

Die CIA begann einige Jahre nach ihrem Eintreffen in Afghanistan, Bauern aufzufordern, Mohn anzubauen um so die Mujaheddin finanziell zu unterstützen, da die der CIA hierfür zur Verfügung stehenden Mittel offenbar nicht ausreichten. Aus dieser Zeit stammen auch die Verbindungen der CIA mit dem pakistanischen Geheimdienst ISI.








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