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Powell kündigt Konsequenzen für Frankreich an






Zum ersten Mal kündigte US-Außenminister Colin Powell am 22. April an, daß Frankreich Konsequenzen seiner starren Antikriegshaltung erleiden werde.

Als er in einer CBS-Fernsehsendung gefragt wurde, ob Paris für seine Antikriegshaltung bestraft werden würde, antwortete er "Ja."

"Wir müssen uns die Beziehung ansehen. Wir müssen uns alle Aspekte der Beziehung mit Frankreich im Hinblick hierauf ansehen."

Zur gleichen Zeit denken laut AFP-Bericht vom Mittwoch offizielle Stellen der USA über harte Maßnahmen gegen Frankreich nach, darunter starkes Verkleinern der Rollen Frankreichs in der NATO und im Transatlantischen Forum.

Das Treffen endete zwar nicht mit Beschlüssen, soll aber vermutlich nächste Woche fortgesetzt werden. Dabei soll insbesondere Dick Cheneys Behörde stark auf bestrafende Maßnahmen gegen Frankreich gedrängt haben. "Sie versuchen, alternative Methoden zu finden, um mit Frankreich klarzukommen, oder besser gesagt, ohne Frankreich. Und das nicht nur in der NATO, sondern allgemein", so eine anonyme Quelle gegenüber AFP.

Die Unzufriedenheit mit der französischen Haltung ist an einem Punkt angelangt, daß das Außenministerium geradezu enthusiatisch auf die möglichen Schritte reagiert hat. "Die letzten Ereignisse und Meinungsverschiedenheiten werden Auswirkungen auf unsere Ansichten und Beziehungen haben", so Sprecher Richard Boucher am Dienstag. "Es wird natürlich Auswirkungen der letzten Meinungsverschiedenheiten geben, aber ich kann zu diesem Zeitpunkt noch keine genaueren Angaben dazu machen."

Auf dem Treffen am Montag wurde auch in Betracht gezogen, Frankreich zu den zahlreichen durch die USA finanzierten oder abgehaltenen politischen Treffen mit den europäischen Allierten nicht mehr einzuladen. "Es wird auf allen Ebenen weniger Beratung mit Frankreich geben."

Powell, Verteidigungsminister Rumsfeld und die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice nahmen an dem Treffen nicht teil, sickten aber ihre Vertreter. Rices Vertreter Stephen Hadley saß dem Treffen vor und Marc Grossman vertrat Colin Powell.

Es ist nicht ganz klar, wer Donald Rumsfeld vertrat, Paul Wolfowitz war am Montag aber für mehrere Treffen ins Weiße Haus gekommen.

Powell, Rumsfeld und Rice hatten sich ursprünglich am 17. April treffen sollen um Frankreich zu sprechen, das Treffen wurde aber auf Drängen des französischen Botschafters verschoben.








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