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"Rumsfeld hat meine Söhne betrogen"
28.09.2003









In der Ausgabe vom Freitag der New York Times erschien eine ganzseitige Anzeige der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung MoveOn.Org, in der Larry Syverson, der Vater von zwei im Irak stationierten Soldaten, den US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zum Rücktritt auffordert.

"Ich bin ein patriotischer Amerikaner mit drei Söhnen im Militär, von denen zwei im Irak dienen. Branden ist ein Oberkanonier ["master gunner"] in der Nähe von Tikrit. Bryce ist ein in Baghdad stationierter Kanonier. Ich bin stolz darauf, daß sie dienen. Aber ich bin wütend auf die, die uns in etwas geführt haben, das nur als Sumpf bezeichnet werden kann.
Die Befugnisse für die Planung des Krieges und der Zeit danach lagen immer in den Händen von Donald Rumsfeld. Er war der Hauptarchitekt und es ist sein Kartenhaus, das heute zusammenfällt. Monate, nachdem der Präsident erklärte, daß die ‚Mission erfüllt' war, werden Amerikaner fast täglich getötet. Am 13. April sagte Rumsfeld: ‚Mit jeder Stunde, die verstreicht, wird es besser, friedlicher und geordneter [im Irak].' Wir wissen, daß das nicht wahr ist. Rumsfelds schlechte Planung hat unsere Soldaten schlecht ausgerüstet und verletzbar in einem zunehmend feindlichen Umfeld zurückgelassen. Und Amerikaner sollen weitere 87 Milliarden US-Dollar für den Irak geben.
Wir wissen jetzt, daß der Präsident und die, die ihm dienen, uns hinsichtlich der Massenvernichtungswaffen, Saddams angeblichem Atomprogramm und einer Verbindung Saddam und des 11. Septembers in die Irre geführt haben. Ich empfinde Ehrfurcht vor dem Mut meiner Söhne und dem ehrenvollen Dienst, den sie leisten. Aber die Führer, denen sie dienen, haben nicht ehrenvoll gehandelt. Sie haben meine Söhne hintergangen. Sie haben uns alle hintergangen. Zumindest Minister Donald Rumsfeld muß zurücktreten", so der Text der Anzeige.

Wie der britische Guardian am Samstag berichtete, hat Fernando Suarez, dessen Sohn Jesus einer der ersten getöteten US-Soldaten im Irak war, auf einer Pressekonferenz gesagt: "Mein Sohn starb weil Bush gelogen hat."

Bei der Pressekonferenz anläßlich von Antikriegsdemonstrationen in acht amerikanischen Städten am Sonntag sagte er, daß 1.300 Eltern von im Irak stationierten Soldaten sich in einer Organisation gegen die Besatzung zusammengeschlossen haben.

Neuste Umfragen zeigen, daß die Beliebtheit des US-Präsidenten George W. Bush immer weiter abnimmt. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, da sich das Land langsam der "heißen Phase" des Wahlkampfs für die nächsten Präsidentschaftswahlen nähert.




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