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Keine Waffenfunde, also kein Bericht
15.09.2003









Wie die britische Sunday Times am Wochenende berichtete, ist die Veröffentlichung des Zwischenberichts der Waffeninspektoren, die im Irak auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen sind, auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Die Veröffentlichung des Berichts über die Fortschritte der über 1.400 amerikanischen und britischen Wissenschaftler, Militärs und Geheimdienstexperten war für den Montag erwartet worden.

Letzte Woche hatten britische Geheimdienstquellen bestätigt, daß der Abschlußbericht, der von dem Leiter der Untersuchungsgruppe, David Kay, dem Leiter der amerikanischen CIA übergeben werden wird, sich ebenfalls verzögert und vermutlich nicht veröffentlicht wird.

Noch im Juli hatte Kay sich im Fernsehen überzeugt gezeigt, genügend Beweise für ein irakisches Programm zur Produktion von Massenvernichtungswaffen gesehen zu haben und erwartete, "schwerwiegende" Beweise für ein irakisches Raketenprogramm und "vermutlich" Beweise für biologische Waffen zu finden.

Dies wurde vergangene Woche von britischen Beamten als "haltlose Behauptungen" bezeichnet, da bisher keinerlei Beweise gefunden worden sind.

Die Länder, die den Irak angegriffen haben, allen voran die USA und Großbritannien, geraten zunehmend unter Druck, den Angriffskrieg gegen den Irak zu rechtfertigen. Ebenfalls in der vergangenen Woche hatte sich John Bolton, der Staatssekretär für Waffenkontrolle im US-Außenministerium, daher auf den Standpunkt zurückgezogen, daß die Tatsache, daß der Irak Wissenschaftler hatte, die in der Lage gewesen wären, Massenvernichtungswaffen zu erforschen, einen ausreichenden Grund darstellen würde.

Offenbar scheint man nun zu dem Schluß gekommen zu sein, daß, solange kein Bericht veröffentlicht wird, der zugeben muß, keinerlei Beweise gefunden zu haben, der Öffentlichkeit eben dies auch nicht auffallen wird.




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