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Neue Anschläge in Israel
09.09.2003









Bei zwei Anschlägen in Israel sind mindestens 11 Menschen getötet und 65 verletzt worden, berichtete AFP am Dienstag.

Der erste Anschlag eines Selbstmordattentäters ereignete kurz vor 18:00 an einer Bushaltestelle in der Nähe der israelischen Militärbasis Tzrifin bei Tel Aviv. Hier wurden neben dem Attentäter mindestens 7 Menschen getötet und 25 verletzt. Derzeit existieren keine Informationen, ob und wenn ja, wieviele der Opfer Angehörige des israelischen Militärs waren.

Nur wenige Stunden später explodierte eine Bombein der Nähe eines Cafés in Jerusalem. Hier wurden mindestens 4 Menschen getötet und 40 verletzt.

Israel beschuldigte sofort Hamas, für die Anschläge verantwortlich zu sein, was von der Organisation zwar nicht bestätigt, aber auch nicht geleugnet wurde. Auch der Palästinenserführer Yasser Arafat wird von Israel verantwortlich gemacht, da er nicht gegen die Organisationen wie Hamas vorgegangen ist.

Ebenfalls am Dienstag hatte der neue palästinensische Premierminister, Ahmed Qorei als Bedingung für seine Annahme des Amtes des Premierministers die Einstellung der israelischen Angriffe genannt. Es könne keinen einseitigen Waffenstillstand geben, so Qorei.

Möglicherweise sind die beiden Anschläge erst der Auftakt zu einer neuen Gewaltwelle. Hamas hatte auf die letzten israelischen Anschläge mit der Drohung reagiert, "die Erde zum Beben zu bringen".

Diese Anschläge sind sicherlich kaum geeignet, Qoreis Verhandlungsposition international zu stärken. Gerade der zeitliche Zusammenfall mit seiner Ernennung - auch wenn dies noch nicht formell geschehen ist - untergräbt seine Autorität, bevor er auch nur wirklich sein Amt übernommen hat.

Qorei hatte schon angekündigt, mit Arafat zusammenarbeiten zu wollen und nicht gewaltsam gegen die palästinensischen Organisationen vorgehen zu wollen. Außerdem forderte er das Ende der israelischen Belagerung Arafats. Israel hat hingegen schon angekündigt, ihn noch weiter isolieren zu wollen.

Ebenfalls am Dienstag sind bei israelischen Angriffen 4 Palästinenser, darunter ein 13-jähriger Junge, getötet worden.

Seit dem Beginn der neuen Intifada vor drei Jahren sind damit 2.592 Palästinenser und 814 Israelis getötet worden.




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