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Die israelische Landnahme geht weiter
30.09.2003









Wie AP am Dienstag berichtete, soll die israelische Mauer, wie schon vielfach befürchtet wurde, in einer zweiten Stufe nach dem Willen des israelischen Premierministers Ariel Sharon noch wesentlich weiter in das palästinensische Land eindringen.

Der Plan, der dem israelischen Sicherheitskabinett am Mittwoch vorgelegt werden wird und dieses aller Voraussicht nach problemlos passieren wird sieht vor, daß die Mauer "hinter" vier israelischen Siedlungen - Ariel, Qedumim, Qarnei Shomron und Immanuel - auf palästinensischem Gebiet verlaufen wird, so daß das Gebiet auf dem sie sich befinden, praktisch zu Israel gehören wird.

Um die Kritiker der Mauer zu besänftigen, soll sie "große Lücken" enthalten, die allerdings mit "Sicherheitshindernissen", unter anderem Patrouillen durch Soldaten, gefüllt werden sollen, um die Mauer "so undurchdringlich wie möglich zu machen", so Zalman Shoval, ein Berater Sharons.

Diese "großen Lücken" sind offensichtlich bestenfalls als kurzfristige Übergangslösung geplant. Direkt im Anschluß sagte Shoval, daß Israel eine komplette Eingrenzung mit der Mauer in Betracht ziehen könnte, wenn ein Selbstmordattentäter oder andere Angreifer durch diese Lücken eindringen sollten.

Yehezkel Lein, ein Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem sagte, der Verlauf der Mauer würde durch politische Überlegungen und nicht durch die Sicherheitsbedürfnisse der Israelis bestimmt, da auch israelische Siedlungen in der West Bank eingeschlossen würden.

"Es ist offensichtlich, daß die Absicht ist, die Annektierung weiterer Siedlungen (zu Israel) vorzubereiten... und die Gründung eines palästinensischen Staates zu verhindern", so Lein.




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