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"Keine Verbindung zu bin Laden"
20.09.2003









Die Untersuchung der kurz vor den Anschlägen vom 11.9.2001 stattgefundenen auffällig großen Aktientransaktionen ist einem Bericht der Chicago Sun Times vom Freitag zufolge ergebnislos abgeschlossen worden.

In der Woche vor den Anschlägen waren große Mengen an Put-Optionen - diese ermöglichen den Verkauf einer Aktie zu einem festgelegten Kurs, auch wenn der tatsächliche Kurs niedriger liegt - der beiden von den Anschlägen betroffenen Fluggesellschaften gekauft worden.

Am 10. September waren 17 Mal mehr Put-Optionen von American Airlines als durchschnittlich gehandelt worden. Am 6. September war die Zahl der gekauften Put-Optionen für United Airlines über 4 Mal höher als im Durchschnitt.

Der FBI-Sprecher Ed Cogswell sagte nun, daß die Untersuchung "absolut keine Beweise" erbracht habe, daß jemand im Voraus von den Anschlägen Kenntnis hatte. Die meisten Optionen seien von Risikofondgesellschaften gekauft worden, so Cogswell.

Die deutlichste Information über die Untersuchung lieferte Cogswell allerdings, als er über die Ergebnisse von Untersuchungen in anderen Ländern sprach. Seiner Ansicht nach habe keine dieser Untersuchungen Beweise dafür erbracht, daß Verbündete von Osama bin Laden in die Transaktionen verwickelt waren.

Und mit dieser Erkenntnis scheinen die Untersuchungen beendet worden zu sein.

Polizeiliche Ermittlungen, bei denen schon vor Beginn der Schuldige feststeht und nur versucht werden soll, Beweise für seine Täterschaft zu finden verdienen kaum diese Bezeichnung.

Allerdings war tatsächlich kaum zu erwarten, daß die Untersuchung ein anderes Ergebnis liefern würde. Hätte bin Laden hinter den Käufen gesteckt. wäre dies mit Sicherheit schon wenige Tage nach den Anschlägen veröffentlicht worden.

Käufe von amerikanischen Anlegern aufgrund von Vorabwissen über die Anschläge würde aber immer auch bedeuten, daß es eine wie auch immer geartete Verschwörung gegeben hat, denn dieses Vorabwissen hätte ebenso gut zur Verhinderung der Anschläge genutzt werden können.

Selbst wenn die Käufe nur auf dem "Tip" eines einzelnen einfachen FBI-Beamten hin erfolgten. hätte dieser doch ebenso seine Vorgesetzten informiert, die diese Information wiederum verwendet hätten, die Anschläge zu verhindern. Ob der - angenommene - Fbi-Beamte die Information nun eben nicht weitergegeben hat, um Geld zu verdienen oder ob seine Vorgesetzten die Informationen aus anderen Gründen nicht verwendet haben, würde nur das Ausmaß der Verschwörung definieren.

In jedem Fall also ein Ergebnis, das wenig vorteilhaft für die USA gewesen wäre.




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