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Imperium Americanum
10.09.2003









Der Vergleich der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Römischen Imperium ist in letzter Zeit häufiger in den Medien anzutreffen. Während die Einen diesen Vergleich durchaus für gültig halten, liefern Andere Argumente, die dagegen sprechen.

Durch eine neue Entwicklung machen die USA es den Verfechtern des Vergleichs wiederum zumindest ein klein wenig leichter.

Wie der britische Independent am Mittwoch berichtete, versucht das US-Militär massiv, Lateinamerikaner und dabei bevorzugt Ausländer für den Militärdienst anzuwerben. Ziel sei es nach Angaben von Pentagon-Beamten, den Anteil von Latinos im US-Militär von derzeit 10 Prozent auf bis zu 22 Prozent zu erhöhen.

Dies geschieht einerseits sicherlich, weil es aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage durchschnittlich einfacher sein dürfte, sie für den Militärdienst anzuwerben. Sie gehören zu den einkommensschwächsten Gruppen in den USA. Dies trifft auf Schwarze allerdings noch mehr zu, so daß es noch weitere Gründe für die Fokussierung auf Latinos zu geben scheint.

Offenbar liegt der Schwerpunkt in der Anwerbung von Menschen, die noch nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft haben. Ihnen wird ein beschleunigtes Verfahren in Aussicht gestellt und die Möglichkeit zugesagt, den Antrag auf Einbürgerung direkt nach der Einschreibung für den Militärdienst zu stellen, statt wie üblich fünf Jahre warten zu müssen.

Für die Anwerbeversuche wird sogar die Grenze nach Mexiko überschritten, was bereits zu Protesten der mexikanischen Regierung geführt hat.

Derzeit dienen über 37.000 Ausländer im amerikanischen Militär. Fast alle sind Lateinamerikaner. Eine Studie (Adobe Acrobat-Datei) des Pew Hispanic Centre zeigt, daß Latinos eine wesentlich geringere Chance haben, in den Offiziersrang aufzusteigen. Vorwürfe, daß hier "billiges Kanonenfutter" angeworben werden soll, sind also nicht von der Hand zu weisen.

Tatsächlich setzten auch schon die Römer in ihrem Heer eine große Zahl von Ausländern, sogenannte auxilia (Hilfstruppen) ein und so schließt sich der Kreis ein weiteres Stück.

Innenpolitisch macht der Einsatz von Ausländern in jedem Fall Sinn, schließlich werden auf diese Art die amerikanischen Verluste gesenkt.




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