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Krieg für den Terror?
10.09.2003









Seit zwei Jahren führt Amerika nun den "Krieg gegen den Terror". Zwei Länder wurden angegriffen und erobert, gegen eine ganze Reihe weiterer Länder scharfe Drohungen ausgesprochen und die Bürgerrechte im eigenen Land als auch weltweit stark beschnitten.

Das sollte doch erste Erfolge zeigen.

Tut es aber nicht. Im Gegenteil.

Die Taliban werden wieder stärker und gehen seit einiger Zeit offensiv gegen die Besatzer und die von ihnen eingesetzte Regierung in Afghanistan vor.

Erst am Sonntag wurde eine angeblich von Al-Qaida stammende Tonbandaufnahme veröffentlicht, in der behauptet wurde, daß Al-Qaida heute stärker als je zuvor sei und neue Anschläge verüben werde, die "die USA den 11.9. vergessen lassen werden." In den vergangenen zwei Jahren ist es zu einer ganzen Reihe verheerender Anschläge gekommen, die von offiziellen Stellen Al-Qaida angelastet werden.

Der "befreite Irak" mit seinen täglichen Angriffen auf US-Soldaten dürfte sich ebenfalls gerade in ein gigantisches Rekrutierungsbüro für Terroristen verwandeln.

Trotz internationaler Bemühungen und des "US-Fahrplans zum Frieden" ist die Situation zwischen Israel und Palästina in der letzten Zeit weiter eskaliert. Beide Seiten verüben regelmäßig Anschläge - auch die israelischen "gezielten Tötungen" sind kaum anders zu bezeichnen, zumal dabei häufig Unschuldige getötet werden - und auch sonst scheint es keine wirklichen Fortschritte zu geben.

Eine ganze Reihe von Ländern, allen voran Nordkorea, ist offenbar zu der Erkenntnis gelangt, daß ein "Präventivkrieg" der USA nur durch die Abschreckung durch den Besitz von Atomwaffen zu erreichen ist und verfolgen daher das Ziel, in ihren Besitz zu gelangen.

Die Bürger der "westlichen Demokratien" fühlen sich immer weniger durch ihre Regierungen repräsentiert - Demonstrationen mit 100.000 Teilnehmern werden ignoriert, da "man es ja besser weiß". Rechte und Freiheiten werden immer mehr eingeschränkt und auch die Wirtschaftspolitik wird immer stärker als Förderung für "die da oben" wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich diese Gefühle von der momentanen Apathie in offenen Haß wandeln.

Die Kosten des "Kriegs gegen den Terror" haben mittlerweile unglaubliche Ausmaße erreicht. Allein die Summe, die US-Präsident Bush sich zusätzlich zum konventionellen Militärbudget vom US-Kongreß hat genehmigen lassen würde ausreichen, jedem Menschen auf der Erde 25 US-Dollar zu zahlen. Hierbei sind weder die Kosten, die im gigantischen Militärbudget schon enthalten waren, noch die Kosten für den US-"Heimatschutz", die Kosten für den Afghanistan-Krieg oder die Kosten anderer Länder enthalten.

Die Frage, was für den Weltfrieden und das Verständnis unter den Völkern tatsächlich förderlicher gewesen wäre, dürfte nur noch rhetorisch sein.

Und so ist der "Krieg gegen den Terror" wohl doch eher ein "Krieg für den Terror".




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