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Alkohol ist gefährlich
27.09.2003









Wie beispielsweise die BBC am Samstag berichtete, ist ein schottischer Whisky-Hersteller von einer US-Behörde beobachtet worden, weil das Unternehmen nach US-Ansicht ein potentieller Hersteller von Massenvernichtungswaffen ist.

Die Distillerie Bruichladdich hatte sieben Webcams in den Produktionshallen installiert, um so für ihr Produkt zu werben und zu dokumentieren, daß der Whisky auch heute noch auf traditionelle Weise hergestellt wird.

Nachdem Mark Reynier, der Leiter des Unternehmens eine anonyme Email erhalten hatte, die ihn darauf hinwies, daß eine Webcam ausgefallen war, bedankte er sich in einer Antwort. Hierauf erhielt er wiederum eine Antwort, die besagte, daß "Wir wirklich sehr gerne ihre Distillerie betrachten" und eine Fußzeile mit einem Hinweis auf die amerikanische "Behörde für die Reduzierung von Bedrohungen der Verteidigung" ("Defense Threat Reduction Agency", DTRA), die dem Pentagon unterstellt ist, enthielt.

Dies führte zu einer Nachfrage Reyniers, auf die er schließlich eine geradezu unglaubliche Antwort erhielt.

Nach Reyniers Aussage wurde ihm mitgeteilt, daß die Webcams überwacht wurden, weil der Prozeß der Whisky-Produktion dem der Herstellung von Massenvernichtungswaffen sehr ähnlich ist.

"Ich konnte es nicht glauben, es war so unwirklich, es war einfach lächerlich", sagte Reynier gegenüber der britischen Times. "Ich habe die Webcams aufgebaut, damit Fans von Islay-Whisky der Distillerie bei der Arbeit zusehen können, aber ich hätte nie gedacht, daß sie für so etwas benutzt werden würden. Man fragt sich wirklich, was die Amerikaner manchmal so vorhaben."

Ursula Stearns, eine Sprecherin der Behörde, bestätigte, daß die Behörde sich für derartige Einrichtungen interessiere, da es "nur einer kleinen Optimierung" bedürfe, um von der Herstellung von Whisky zur Produktion von chemischen Waffen zu wechseln.

Ein weiterer Sprecher der Behörde bestätigte dies ebenfalls, obwohl er sagte, daß die Beobachtung von Fabriken wie der auf der Insel Islay "keine hohe Priorität" hätte.

So absurd, wie der Vorgang anfangs erscheint, ist er in Wahrheit gar nicht. Angesichts der "Qualität" der Produkte einiger amerikanischer Whiskey-Hersteller drängt sich der Verdacht, daß es sich eher um chemische Kampfstoffe handelt, tatsächlich auf.

Und sollte sich später doch herausstellen, daß der Verdacht der US-Behörde zutraf, hier gleich ein Geständnis: im Haushalt des Autors dieses Artikels befindet sich eine Flasche der Distillerie Bruichladdich. Sollte sich der Terrorismusverdacht gegen das Unternehmen doch noch bestätigen, hätte der Autor - wenn auch unwissentlich, aber derartige Kleinigkeiten spielen in letzter Zeit ja kaum noch eine Rolle - den Terrorismus unterstützt.




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