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Bruce Willis im Irak
27.09.2003









Einem AP-Bericht vom Freitag nach zu schließen, sind dem US-Schauspieler seine Filme wie "Stirb langsam" doch etwas zu Kopf gestiegen.

Am Freitag besuchte er in guter Tradition amerikanische Soldaten im Irak und spielte dort mit seiner Band. So weit ist dies kaum erwähnenswert, diese Art von "Besuchen" bei den Soldaten werden seit Jahrzehnten bei den amerikanischen Kriegen praktiziert.

Bemerkenswert ist aber, wie wenig Willis sich in seiner Begeisterung zurückhalten konnte.

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs hier draußen. Wenn ich ein kleines bißchen jünger wäre, wäre ich mit ihnen hier draußen" so Willis gegenüber AP.

Und er machte auch klar, wie seine Vorstellung des Umgangs mit Kriegsgefangenen aussieht. "Wenn ihr in fangt, gebt mir nur vier Sekunden mit Saddam Hussein", sagte Willis.

Einem Spiegel-Artikel zufolge hat er außerdem ein Kopfgeld von 1 Million US-Dollar auf Saddam Hussein ausgesetzt.

Willis' Zuneigung für die Soldaten wird offenbar erwidert. Oberst Michael Linnington sagte: "Er ist mein Lieblingsschauspieler und in meinem Alter. Er ist ein Macho-Schauspieler. Soldaten identifizieren sich mit Actionfilmen und Actionschauspielern."

Dieser Satz dürfte viele der Vorfälle, in denen unschuldige Zivilisten von schießwütigen US-Soldaten erschossen worden sind, erklären. Die Soldaten dachten gerade wieder mal an Szenen in einem Hochhaus oder einem Dschungel, fühlten sich wie Mel Gibson in der Wüste, Peter Weller in der Zukunft oder Casper van Dien auf einem fremden Planeten.

Gleichgültig, wo und wer die Soldaten in den Momenten, als sie den Abzug betätigten, in ihren Gedanken gerade waren, die Aussage von Arnold Schwarzenegger anläßlich eines solchen Truppenbesuchs im Irak, in der er die Soldaten als "die wahren Terminatoren" bezeichnete, könnte der Wahrheit erschreckend nahe kommen.




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