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Kabul verhandelt mit den Taliban
01.09.2003









Wie Al-Jazeera unter Berufung auf die pakistanische Nachrichtenagentur AIP am Montag meldete, haben die fortgesetzten Angriffe der Taliban im östlichen Afghanistan anscheinend dazu geführt, daß die afghanische Regierung nun zu Verhandlungen bereit ist.

Dem Bericht zufolge sind am Montag 400 US-Special Forces per Fallschirm in die afghanische Provinz Zabul gebracht worden um die dort heftigen Angriffen der Taliban ausgesetzten Streitkräfte zu unterstützen. Ein Korrespondent sagte, daß ein US-Offizier "100-prozentig sicher" war, die Talibanführer Mullah Omar und Mullah Qahar und 1.000 Taliban-Kämpfer in Sarsang, 300 Kilometer südwestlich Kabuls, umzingelt zu haben.

Bisher ist nicht klar, ob diese Zuversicht berechtigt war.

Wie Al-Jazeera berichtete, kam es aber auch wieder zu Fällen, die zivile Opfer gefordert haben. Ein Bombardement von B-52 Bombern hat dem Bericht zufolge sein Ziel verfehlt. Afghanische Soldaten sprachen von "Haufen von toten Zivilisten. Männer, Frauen und Kinder."

Bei einem Überraschungsangriff der Taliban hinter den Linien der amerikanischen und afghanischen Soldaten sind mindestens 8 afghanische Soldaten getötet und General Sayf Allah verwundet worden.

Nach Sayf Allahs Aussage sind bisher keine Taliban gefangengenommen worden, er ist sich aber ziemlich sicher, daß sie Verluste erlitten haben.

Währenddessen ist es anscheinend zwischen den Taliban und dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu Verhandlungen über eine friedliche Lösung gekommen.

Der Regierungsbeamte Abd al-Rahman Hotak und der Gouverneur Hafiz Allah haben nach eigener Aussage mit Verhandlungen begonnen, da die Regierung "an die Lösung der Probleme durch friedliche Gespräche" glaube.

Bisher ist nicht klar, welche Zugeständnisse Kabul bereit ist zu machen, um zu einer friedlichen Lösung mit den Taliban zu kommen.

AIP wird zwar als den Taliban nahestehend eingestuft, hat aber in der Vergangenheit den Tatsachen entsprechende Berichte geliefert, so daß derzeit wenig Zweifel an dem Bericht bestehen.

Auf der anderen Seite hat Jawed Ludin, ein Sprecher des afghanischen Präsidenten, den Bericht scharf zurückgewiesen. "Es gibt absolut keine Verhandlungen mit irgendjemand", sagte er.




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